Recruiting-Erfahrung über Branchen hinweg
Recruiting funktioniert in der Industrie anders als im Einzelhandel, im Volumen anders als bei einer einzelnen Spezialrolle. In über 15 Jahren habe ich mit sehr unterschiedlichen Unternehmen gearbeitet – fest angestellt, im Konzern und heute als externer Personalmarketing-Spezialist in der Beratung.
Meine früheren Stationen nenne ich offen. Meine Beratungskunden nicht – hier zählt Diskretion. Was bleibt, ist das Entscheidende: die Branchen, die Zielgruppen und die Frage, woran wir tatsächlich gearbeitet haben.
- Über 15 Jahre Recruiting und Personalmarketing – inhouse, im Konzern und in der Beratung
- Vom Volumenrecruiting bis zur schwer besetzbaren Spezialrolle
- Erfahrung in über zehn Branchen – von Industrie über Handel bis zur sicherheitskritischen Spezialdienstleistung
Aus festen Rollen
Agrar, Handel & Technik – ein Unternehmen, viele Welten (AGRAVIS Raiffeisen AG)
Gewerblich-technische Berufe, ländlicher Einzelhandel, Lager und Fahrdienst, kaufmännische und IT-Rollen – alles unter einem Dach, verteilt auf dezentrale Strukturen. Die Herausforderung war nicht eine Zielgruppe, sondern die Bandbreite: Arbeitgeberkommunikation, Stellenanzeigen und eine Karriereseite, die inhaltlich wie technisch für sehr unterschiedliche Menschen gleichzeitig funktioniert. Aktuell gehört auch die Einführung eines neuen Bewerbermanagementsystems dazu.
Dienstleistung & Kundenservice – Recruiting im großen Maßstab (buw / Convergys)
Hoher, dauerhafter Personalbedarf in einem engen Arbeitsmarkt: viele Stellen gleichzeitig, schnelle Prozesse, mehrere Standorte – auch international, inklusive Recruiting-Aufbau neuer Standorte. Hier ging es um Volumen: Kampagnen, der Aufbau eines Bewerbermanagementsystems und Prozesse, die auch bei großen Mengen sauber tragen.
Aus der Beratung
Steuer- & Rechtsberatung
Über 200 Mitarbeitende, mehrere Standorte, wiederkehrender Bedarf an einer klar umrissenen Fachrolle, die der Markt kaum hergibt. Aus einer strukturierten Startphase ist eine laufende Zusammenarbeit geworden: klare Prioritäten, Kampagnen für eine schwer erreichbare Zielgruppe und eine Ansprache, die zu Region und Rolle passt statt zur Branchen-Schablone.
Lifestyle- & Konsumgütermarke
Starke Marke nach außen – als Arbeitgeber aber weniger sichtbar. Die Aufgabe: das, was die Marke ausmacht, auch in der Bewerberansprache spürbar machen.
Content- & Kreativagentur
Kreative Rollen in einem kleinen, umkämpften Markt. Hier zählen Kultur und Haltung als Argument – nicht die x-te Standardanzeige.
Produzierendes Gewerbe / Industrie
Gewerblich-technische Fachkräfte, oft regional und im Schichtbetrieb. Wichtig war eine ehrliche, bodenständige Ansprache und die Kanäle, die diese Zielgruppe im Alltag tatsächlich nutzt – nicht die, die in der Theorie am schicksten aussehen.
Großhandel
Zwei Welten unter einem Dach: kaufmännische und ingenieurtechnische Rollen, die sich kaum unterschiedlicher ansprechen lassen. Der Hebel lag darin, beide Zielgruppen jeweils passend abzuholen und die Reichweite der genutzten Kanäle nachzuschärfen.
Technologie / KI
Ein KI-Unternehmen, bei dem es auf sehr spezifische Skills ankam. Entscheidend war, genau die richtigen Fachprofile zu erreichen und Ansprache wie Kanäle eng auf ein gefragtes, knappes Skill-Set zuzuschneiden.
Sicherheitskritische Spezialdienstleistung
Sehr spezielle Rollen, hohe Anforderungen, ein kleiner Bewerberpool. Den Anfang machte eine strukturierte Analyse: Wo steht das Recruiting heute, wo liegt das größte Potenzial und in welcher Reihenfolge geht man es an – eine klare Grundlage für die nächsten Schritte.
Was sich durch alle Branchen zieht
Die Branchen könnten kaum verschiedener sein. Die Art zu arbeiten ist über die Jahre dieselbe geblieben:
- Erst verstehen, dann machen: Zielgruppe, Markt und Ausgangslage kommen vor der ersten Maßnahme.
- Die richtigen Menschen über die richtigen Kanäle erreichen – statt mit der Gießkanne zu arbeiten.
- Struktur, die bleibt: Vorlagen, Karriereseiten und Bewerbungswege, die auch nach dem Projekt noch tragen.
- Ergebnisse als Entscheidungsgrundlage: auswerten, einordnen, das Gelernte auf die nächste Stelle übertragen.
Genau deshalb lässt sich vieles davon auf eure Branche übertragen – auch wenn sie hier gar nicht auftaucht.
