Recruiting-Zielgruppen kennen und verstehen
Du möchtest mehr passende Bewerbungen erhalten – doch irgendwie bleibt der große Erfolg aus? Dann lohnt sich ein Blick auf deine Zielgruppen. Viele Unternehmen fokussieren sich auf die falschen – oder auf zu wenige. Der Fachkräftemangel ist real, aber dein Recruiting muss nicht darunter leiden.
In diesem Artikel zeige ich dir:
- Welche Zielgruppen du derzeit womöglich ignorierst
- Wie du das Suchverhalten von Talenten besser verstehst
- Und welche Kanäle du gezielt einsetzen kannst, um den gesamten Talentpool zu erreichen
Video zum Artikel
Wenn du das Thema lieber kompakt als Video möchtest: Hier ist die Video-Version mit den wichtigsten Punkten und Beispielen.
Der Eisberg im Recruiting – und was du (noch) nicht siehst
Viele Recruiting-Maßnahmen zielen auf aktiv Suchende ab – also Menschen, die gerade einen Jobwechsel planen. Das klingt effizient, greift aber zu kurz. Denn:
- Nur rund 25 % der Erwerbstätigen suchen aktiv
- Ca. 50 % sind latent suchend – sie sind offen für Neues, aber nicht aktiv unterwegs
- Weitere 20 % sind grundsätzlich wechselbereit – wenn das Angebot passt
- Nur 5 % sind nicht erreichbar – z. B. Schüler:innen oder Rentner:innen
Mit klassischen Stellenanzeigen erreichst du also nur ein Viertel deiner Zielgruppe. Der Rest liegt unter der Wasseroberfläche – und wird oft übersehen. Mehr zur Stellenanzeige im Recruiting findest du hier.

Zielgruppen im Wandel: Was sich wirklich verändert hat
In Deutschland gibt es aktuell rund 45 Millionen Erwerbstätige. Doch laut Prognosen könnten es bis 2060 nur noch 33 bis 41 Millionen sein. Der demografische Wandel bringt Herausforderungen mit sich:
- Weniger Berufseinsteiger:innen, mehr ältere Mitarbeitende
- Neue Anforderungen durch hybride und flexible Arbeitsmodelle
- Höhere Ansprüche an Sinn, Flexibilität und Entwicklung
Diese Veränderungen betreffen alle Branchen – und verlangen nach zeitgemäßem Recruiting.
Zielgruppenanalyse: Wen willst du eigentlich erreichen?
Recruiting beginnt nicht mit der Stellenanzeige, sondern mit der Frage: Wen rekrutiere ich eigentlich?
Hilfreiche Methoden:
- Bewerbungsdaten analysieren: Welche Kanäle bringen gute Bewerbungen?
- Team befragen: Wie sind Mitarbeitende auf euch aufmerksam geworden?
- Web- & Social-Media-Insights nutzen: Welche Inhalte funktionieren bei welchen Zielgruppen?
- Candidate Personas erstellen: Wer ist deine Zielperson – und über welche Kanäle erreichst du sie?
- Arbeitsmarkt datenbasiert betrachten: Plattformen wie Indeed oder die Arbeitsagentur bieten gute Einblicke
Je besser du deine Zielgruppen kennst, desto wirkungsvoller kannst du kommunizieren – und genau die Menschen erreichen, die wirklich passen.
Suchverhalten & Kanäle: Wo du welche Zielgruppen findest
Ein erfolgreicher Marketing-Mix berücksichtigt sowohl die Suchaktivität als auch die Berufserfahrung. Die folgende Übersicht bietet eine erste generelle Orientierung, in diesem Artikel erfährst du aber, warum Meta-Recruiting ein wichtiger Bestandteil deines Mix sein sollte:
| Zielgruppe | Typische Kanäle |
|---|---|
| Aktiv Suchende | Jobbörsen, Google Ads, Social Media |
| Latent Suchende | Social Media, Google Ads, Retargeting |
| Nicht Suchende | Active Sourcing, Employer Branding, Netzwerke |
| Junior:innen | Jobboards, Social Media |
| Professionals | LinkedIn, Active Sourcing, Events |
| Senior-Expert:innen | Persönliche Ansprache, Fachnetzwerke |
Drei Denkfehler, die dein Recruiting blockieren
Viele Unternehmen lassen Potenzial liegen – weil sie zu einseitig denken. Typische Stolperfallen:
- Nur auf Jobbörsen setzen → Du erreichst nur 25 % deiner Zielgruppe
- Einheitsanzeigen für alle → Unterschiedliche Lebensphasen brauchen individuelle Ansprache
- Keine Erfolgsmessung → Ohne KPIs wie Cost-per-Application oder Time-to-Hire fehlt die Grundlage für Optimierung
Stattdessen gilt: Mut zur Differenzierung – und zum Experiment.
Recruiting wird strategischer: Diese Trends solltest du kennen
Wenn du deine Zielgruppen erreichen willst, brauchst du nicht nur Kanäle – sondern auch die passenden Strategien.
Drei Trends, die deine Arbeit nachhaltig verändern werden:
- Künstliche Intelligenz: Von automatisierten Dialogsystemen bis zu smarten Matching-Tools
- Diversity & Inklusion: Bewerbende achten zunehmend auf Werte – Vielfalt wird zum Erfolgsfaktor
- Data-Driven-Recruiting: Wer misst, gewinnt – datenbasierte Entscheidungen ersetzen Bauchgefühl
Diese Entwicklungen sind keine Modeerscheinungen – sondern Teil eines tiefgreifenden Wandels im Arbeitsmarkt.
Fazit: Zielgruppen verstehen heißt erfolgreicher rekrutieren
Recruiting ist mehr als Stellen posten. Wer seine Zielgruppen wirklich versteht, spricht gezielter, effizienter – und menschlicher.
- Denke über die aktiv Suchenden hinaus
- Nutze einen ausgewogenen Marketing-Mix
- Analysiere regelmäßig deine Daten und optimiere gezielt
So gewinnst du nicht nur mehr, sondern passendere Bewerbungen – und stärkst langfristig deine Position im Wettbewerb um Talente.
Wie geht’s für dich jetzt weiter?
Wenn du dein Recruiting und Personalmarketing gezielt verbessern möchtest, gibt es zwei passende Schritte
1️⃣ Recruiting-Check – Klarheit über deinen Status quo
Du bekommst eine unabhängige Einschätzung: Was läuft gut, wo liegen Engpässe und welche Stellschrauben bringen dich wirklich voran.
→ Zum Recruiting-Check
2️⃣ Recruiting-Kompass – dein individueller Recruiting-Fahrplan
Gemeinsam entwickeln wir eine klare Struktur, mit der du bessere Kandidat:innen erreichst und Stellen planbar besetzt.
→ Zum Recruiting-Kompass
Wenn du dir unsicher bist, welcher Schritt der richtige für dich ist: Schreib mir einfach kurz – ich melde mich persönlich.
Mehr Recruiting-Impulse als Video?
Auf meinem YouTube-Kanal teile ich regelmäßig kurze, praxisnahe Recruiting- und Employer-Branding-Tipps.
→ Zum YouTube-Kanal
