Meta Recruiting strategisch planen – so klappt’s wirklich

Meta Recruiting hat Potenzial – doch viele Kampagnen scheitern, bevor sie überhaupt Wirkung entfalten. Besonders im Gesundheitswesen, im öffentlichen Dienst oder im sozialen Bereich höre ich oft: „Wir haben Anzeigen auf Facebook oder Instagram geschaltet – aber es kam nichts zurück.“

Der Grund ist fast immer derselbe: fehlende Strategie. Meta ist kein Selbstläufer. Wenn du Reichweite, Aufmerksamkeit und am Ende Bewerbungen willst, braucht es: Struktur, Klarheit und ein realistisches Setup.

Video zum Artikel

Wenn du das Thema lieber kompakt als Video möchtest: Hier ist die Video-Version mit den wichtigsten Punkten und Beispielen.

1. Klare Zielsetzung: Was willst du eigentlich erreichen?

Bevor du in den Werbeanzeigenmanager gehst, solltest du eine einfache, aber entscheidende Frage beantworten: Was ist das Ziel deiner Kampagne?

  • Möchtest du latent Suchende erreichen?
  • Geht es dir um regionale Sichtbarkeit?
  • Oder willst du gezielt Bewerbungen auf eine konkrete Stelle?

Je nach Ziel befindest du dich in einer anderen Phase des Recruiting-Funnels – und genau das bestimmt, wie du Meta sinnvoll einsetzt. Auch der zweite Kontakt ist hier ein spannendes Thema. Mehr zu Remarketing im Recruiting erfährst du in diesem Artikel.

Meta im Recruiting-Funnel
Meta Recruiting wirkt entlang verschiedener Funnel-Stufen – entscheidend ist, Ziel, Anzeigen und Budget sauber aufeinander abzustimmen.

2. Kampagnenstruktur: So baust du Meta Recruiting richtig auf

Viele Kampagnen bestehen aus einer einzigen Anzeige – das reicht selten aus. Eine funktionierende Meta-Kampagne sollte immer drei Dinge leisten:

  • Aufmerksamkeit erzeugen
  • Vertrauen aufbauen
  • Den nächsten Schritt ermöglichen

Das bedeutet: Unterschiedliche Anzeigen für unterschiedliche Funnel-Stufen – abgestimmt auf deine Zielgruppe. Gerade latent Suchende brauchen mehr als einen Impuls, bevor sie aktiv werden.

3. Targeting in Deutschland: Was (nicht mehr) geht

Meta hat die Targeting-Möglichkeiten für Jobanzeigen stark eingeschränkt. Besonders im europäischen Raum gilt:

  • Kein Targeting nach Alter, Geschlecht oder Interessen
  • Kaum Nutzung von Berufsbezeichnungen
  • Nur noch der Ort ist gezielt einstellbar – mit Mindestumkreis von 16 Kilometern

Was heißt das für dich?
Deine Anzeige selbst wird zum wichtigsten Steuerungselement. Sie muss so klar sein, dass der Algorithmus erkennt, für wen sie relevant ist. Hilfreich dabei:

  • Aussagekräftige Bilder
  • Klarer Jobtitel
  • Regionale Hinweise im Text und Bild

4. Retargeting: Klassisch vs. KI-basiert

Remarketing ist ein wichtiger Baustein – und verändert sich gerade deutlich.

Klassisches RetargetingKI-basiertes Retargeting
Zielgruppe über Website / Pixel definiertMeta erkennt Relevanz durch Interaktion
Kontrolliert, aber datenabhängigFlexibel, aber schwerer steuerbar
DSGVO-AufwandDatenschutzfreundlicher, aber intransparent

Empfehlung: Kombiniere beide Ansätze – und achte auf starke Anzeigen, die der KI klare Signale geben.

5. Realistisches Budget: Was du einplanen solltest

Zu geringe Budgets zählen zu den häufigsten Fehlern. Eine regionale Meta-Kampagne sollte mit mindestens ca. 600 Euro für vier Wochen kalkuliert werden. Warum?

  • Meta braucht ca. zwei Wochen zur Optimierung
  • Erst danach beginnt die gezielte Ausspielung
  • Zu kurze Laufzeiten führen zu schlechter Performance

Dazu kommen ggf. Kosten für:

  • Gestaltung der Creatives
  • Beratung oder Optimierung
  • Landingpage- oder Karriereseiten-Check

Warum die Karriereseite im Recruiting besonders wichtig ist, nicht nur für deine Meta Ads, erfährst du in diesem Artikel.

6. Erst jetzt: Anzeige erstellen

Viele springen zu früh in die Gestaltung. Doch erst wenn Ziel, Funnel-Stufe, Retargeting und Budget geklärt sind, beginnt die kreative Arbeit. Die Anzeige selbst sollte:

  • klar, reduziert und mobil optimiert sein
  • ein konkretes Angebot enthalten
  • in Text und Bild auf die Zielgruppe abgestimmt sein
  • einen klaren Call-to-Action enthalten

Fazit: Strategie schlägt Schnellschuss

Meta Recruiting kann ein starker Hebel sein – aber nur, wenn du strukturiert vorgehst.

  • Klare Ziele
  • Durchdachter Funnel
  • Passende Anzeigen
  • Ausreichendes Budget
  • Geduld für den Algorithmus

Dann wirkt Meta – nicht als Wundermittel, sondern als funktionierender Kanal im Recruiting-Mix.

Wie geht’s für dich jetzt weiter?

Wenn du dein Recruiting und Personalmarketing gezielt verbessern möchtest, gibt es zwei passende Schritte

1️⃣ Recruiting-Check – Klarheit über deinen Status quo
Du bekommst eine unabhängige Einschätzung: Was läuft gut, wo liegen Engpässe und welche Stellschrauben bringen dich wirklich voran.
→ Zum Recruiting-Check

2️⃣ Recruiting-Kompass – dein individueller Recruiting-Fahrplan
Gemeinsam entwickeln wir eine klare Struktur, mit der du bessere Kandidat:innen erreichst und Stellen planbar besetzt.
→ Zum Recruiting-Kompass

Wenn du dir unsicher bist, welcher Schritt der richtige für dich ist: Schreib mir einfach kurz – ich melde mich persönlich.

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